Ausgabe vom 05.11.2026 · veröffentlicht 05.11.2026, 06:13 Uhr
· aktualisiert 05.11.2026, 06:13 Uhr · ChinaProfis GmbH
Donnerstagsausgabe. Sinkende Preise bei Stahl, Chemie und Polyester, ein Entwurf zur Kontrolle von Technologie-Exporten und der Fahrplan der EU-China-Gespräche: drei Prüfpunkte für Unternehmen.
Preisbewegungen auf dem Binnenmarkt sind kein Angebotspreis, und Exportregeln für Technologie betreffen auch Lizenz- und Know-how-Verträge. Wer in China einkauft, sollte Preise, Verträge und politische Termine jetzt prüfen.
Rohstoffpreise Ende Oktober: 28 von 50 Produkten günstiger
Veröffentlicht am 05.11.2026
Zusammenfassung
Das Statistikamt meldet für den 21. bis 31. Oktober 2026 Marktpreise für 50 wichtige Produktionsmittel: 17 Produkte wurden gegenüber Mitte Oktober teurer, 28 billiger, 5 blieben unverändert. Beispiele: Rebar HRB400E 3.167,3 Yuan je Tonne (minus 0,6 Prozent), Elektrolytkupfer minus 0,7 Prozent, Aluminium plus 0,9 Prozent, Polyester-Filament POY minus 3,3 Prozent, Lithiumeisenphosphat minus 3,0 Prozent, Flüssiggas LNG plus 10,9 Prozent.
Einordnung
Die Zahlen zeigen Preise im chinesischen Binnenhandel in Yuan, keine Exportpreise. Der Trend ist je Produkt unterschiedlich.
Bedeutung für deutsche Unternehmen
Einkäufer von Stahl, Polyester oder Batteriematerial können die Entwicklung als Anlass nehmen, laufende Angebote zu hinterfragen. Ob ein Lieferant Preisrückgänge weitergibt, hängt von Vertrag, Spezifikation und Wechselkurs ab.
Prüfpunkte
- Aktuelle Angebote mit den Preisbewegungen des jeweiligen Rohstoffs abgleichen.
- Preisgleitklauseln und Bezugsgrößen in laufenden Verträgen prüfen.
- Preis in Yuan und Euro getrennt betrachten, Wechselkurs mitrechnen.
Quellen
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Technologie-Exporte: Entwurf zu 40 Technologien, Frist bis 15. November
Veröffentlicht am 05.11.2026
Zusammenfassung
Handelsministerium und Wissenschaftsministerium haben am 16. Oktober mit der Bekanntmachung Nr. 48 von 2026 einen Entwurf zur Änderung des Katalogs verbotener und beschränkter Technologieexporte veröffentlicht. Er betrifft 40 Technologien aus künstlicher Intelligenz (23), Biomedizin (5) und Photovoltaik (12), darunter Zellfertigung und Polysilizium. Stellungnahmen sind bis 15. November möglich. Bis zum Inkrafttreten gilt eine Registrierungspflicht vor der Ausfuhr, etwa bei Übertragung oder Lizenzierung von Technologie ins Ausland. Dies ist ein älterer Hintergrund vom 16. Oktober.
Einordnung
Es handelt sich um einen Entwurf. Welche Technologien am Ende erfasst sind, steht erst mit der endgültigen Fassung fest.
Bedeutung für deutsche Unternehmen
Betroffen sein können Unternehmen mit Lizenz-, Entwicklungs- oder Fertigungsverträgen in China, in denen chinesische Technologie ins Ausland übertragen oder lizenziert wird.
Prüfpunkte
- Prüfen, ob laufende Verträge Technologie aus China ins Ausland übertragen oder lizenzieren.
- Mit chinesischen Partnern klären, ob eine Registrierung vor der Ausfuhr nötig ist.
- Zeitplan für Lizenz- und Technologietransfers mit Puffer planen.
Quellen
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EU-China-Konsultationen: Nächste Runde im März 2027
Veröffentlicht am 05.11.2026
Zusammenfassung
Nach Angaben des Handelsministeriums trafen sich Minister Wang Wentao und EU-Kommissar Maroš Šefčovič am 8. und 9. Oktober in Peking zur zweiten Sitzung des Konsultationsmechanismus. Besprochen wurden unter anderem Marktzugang für Medizinprodukte, Kosmetik, Arzneimittel und Agrarprodukte, Exportkontrollen sowie Elektroautos. Die EU will Lizenzfälle für doppelt verwendbare Güter weiter voranbringen. Die dritte Sitzung ist für März 2027 geplant, im Januar ist eine Videokonferenz auf Ministerebene vorgesehen. Dies ist ein älterer Hintergrund vom 10. Oktober, es handelt sich um die Darstellung der chinesischen Seite.
Einordnung
Die Darstellung stammt vom chinesischen Ministerium. Konkrete Erleichterungen für einzelne Unternehmen sind daraus nicht abzuleiten.
Bedeutung für deutsche Unternehmen
Der Dialog läuft, die nächsten Termine liegen im Januar und März 2027. Unternehmen sollten bei Lizenz- und Zollthemen nicht auf kurzfristige politische Lösungen setzen.
Prüfpunkte
- Offene Genehmigungsfälle mit Lieferanten einzeln nachverfolgen.
- Zeitpuffer für Lieferungen mit Lizenzbedarf einplanen.
- Die Termine im Januar und März 2027 für die Planung vormerken.
Quellen
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